Marjans Deutschlandflug 2009

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Am 24. Juli starten wir endich zu dem Flug einmal um Deutschland herum, den wir uns schon seit einiger Zeit vorgenommen haben. In den nächsten Tagen wird Marjan hier berichten, was er alles erlebt hat – und die Bilder zeigen, die er während der Reise mit seinem neuen Fotoapparat gemacht hat. Damit wir morgen ganz früh loskommen, haben wir beschlossen, dass wir schon heute Abend zum Verkehrsflughafen Nürnberg fliegen und dort übernachten. Dort sind wir nicht an die Öffnungszeiten des Flugplatzes von Landshut gebunden (ab 9:00 Uhr), sondern können ganz früh starten (der frühe Vogel fängt den Wurm!). Außerdem muss Nicola dann nicht am Sonntagmorgen um 7 aufstehen, um uns zum Flugplatz zu bringen …

Ab hier: Alle Texte von Marjan, die Bilder haben wir beide gemacht.

1. Tag, 24. Juli 2009

Die Mami fährt uns heute Abend zum Flugplatz, und dann fliegen wir zuerst nach Nürnberg auf den Verkehrsflughafen. Dort werden wir in einem schönen Hotel übernachten. Morgen früh fliegen wir dann nach Helgoland.

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Kurz nach dem Start in Landshut. Wir sind noch im Steigflug. Plötzlich sind wir an einer großen Wolke vorbei geflogen. Sie sah so nah aus… ich dachte sie ist nur acht Meter weg. Etwas später sind wir an der Donau vorbeigeflogen und ich habe ein Flußufer gesehen, das aussah wie ein Robbenkopf.

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Dann habe ich einen großen Regenschauer neben uns gesehen. Der Regenschauer sah aus der Luft aus wie eine große Wolke, die auf dem Boden liegt. Wir sind aber nicht in den Regenschauer vorbeigeflogen, sondern daran vorbei. Auf dem Bild könnt ihr auch noch das Cockpit von unserem Flugzeug sehen, ein paar Instrumente und das GPS.

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Auf diesem Bild seht ihr den Flughafen von Nürnberg und auch das Follow-Me-Auto und den modernen schrägen Tower. Dieses Bild habe ich kurz nach der Landung gemacht.

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Auf diesem Bild sieht man auch das Follow Me-Auto und unser Flugzeug. Hinter dem Flugzeug steht der Tankwagen, der gerade unser Flugzeug vollgetankt. Auf dem Flügel steht mein Papa. Als wir fertig waren, sind wir mit dem Follow Me zum Mövenpick-Hotel gefahren. Wir haben dort unser Zimmer angeschaut und dann noch zu Abend gegessen. Wir haben beide Spaghetti Bolognaise gegessen – und zum Nachtisch Eis!Und jetzt bin ich ganz schön müde und muss ins Bett! Gute Nacht!

2. Tag, 26. Juli

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Hier seht ihr mich am nächsten Morgen bei meinem Frühstück in Nürnberg, im Mövenpick-Hotel. Es war sehr gut! Kurz danach sind wir zum Flughafen gegangen, um weiterzufliegen.

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Auf dem Nürnberger Flughafen, kurz vor unserem Abflug.

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In Höxter bei Kassel sind wir nach fast zwei Stunden gelandet, weil wir eine Pause machen wollten. Ich bin gleich auf den Spielplatz gegangen, wo ich gleich ein paar Jungs getroffen habe, mit denen ich gespielt habe.

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Kurz nachdem wir an Bremen vorbeigeflogen sind, habenwir unsere Schwimmwesten angezogen, weil man beim Flug über das Meer immer Schwimmwesten anziehen sollte. Wenn man nämlich eine Notlandung im Wasser machen muss, braucht man unbedingt Schwimmwesten. Man muss aber keine große Angst haben, weil die Motoren von Flugzeugen sehr gut sind. Kurz darauf sahen wir zum ersten Mal das Meer!

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Hier kann man den Bildschirm von unserem GPS sehen. Wir fliegen schon über dem Meer und sind noch 50 Kilometer von Helgoland entfernt! Zwanzig Minuten später sind wir schon in Helgoland gelandet. Im Landeanflug, kurz vor der Insel, sind wir niedrig über ein großes Containerschiff geflogen. Auf der Landebahn saßen ganz viele Möwen als wir landeten! Nach der Landung haben wir unser Flugzeug geparkt und unser Zelt aufgebaut.

Wie es auf Helgoland aussieht, das zeigen wir Euch morgen – heute sind wir schon zu müde! Draußen kann man noch die Seemöwen schreien hören, obwohl es schon ganz dunkel ist!

3. Tag,   27. Juli

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Das ist der Flugplatz auf Helgoland! Er ist ziemlich klein aber er hat drei gekreuzte Landebahnen, weil sich der Wind immer dreht! Neben dem Flugplatz ist der Campingplatz. Er hat schön warme Holzbretter-Wege und da wo die Zelte stehen ist alles Sand. Daneben sind große Dünen, asber da darf man nicht raufklettern weil sie ein Naturschutzgebiet für Vögel sind. Die erste Nacht im Zelt hat es geregnet, aber ich habe es nicht mitgekriegt. Nach dem Aufstehen sind wir zum Frühstück zum Flugplatz gegangen.

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Nach dem Frühstück sind wir einmal ganz um die Insel gegangen! Hier seht ihr das Dünenrestaurant am Südstrand. Das ist ein sehr langer und breiter Sandstrand, wo man tolle Steine findet. Es liegen angespülte Algen herum, und wir haben auch ein paar kleine tote Krebse gesehen. Dann sind wir ein Stück weiter gegangen.

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Hier seht ihr den Südstrand mit dem Leuchtturm, und dahinter das Meer mit einem großen Frachtschiff, das dort schon einige Zeit liegt.

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Dann sind wir ein Stück weiter gegangen und auf einmal hat der Papi gesagt “Da! Da sind die Robben!” Aber ich habe sie zuerst gar nicht gesehen, weil ich dachte, da würden nur große Felsbrocken am Strand liegen. Dann aber habe ich gesehen, dass es Robben sind. Die Robben haben sich dort am Strand in der Sonne gewärmt und sich über den Strand gewälzt. Ein paar andere Robben sind geschwommen.

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Hier sehr ihr unser Zelt. Es ist eines der kleinsten Zelte auf der Insel. Davor steht unsere Proviantkiste – mit Knäckebrot, Mineralwasser, Saft, Müsliriegeln, Semmeln, Landjäger, Äpfeln… und natürlich Schokolade.

4. Tag, 28. Juli

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Heute war es sehr warm und wir waren am Südstrand. Das ist ein ganz breiter Sandstrand. Das Wasser war ziemlich kalt, aber ich war trotzdem lange drin!

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Nach dem Schwimmen habe ich im Sand eine Geländewagenstrecke mit Tunnel gebaut!

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So sieht es auf der Haupinsel von Helgoland aus! In den bunten Buden sind viele Geschäfte und kleine Restaurants.

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Auf diesem Bild stehen Tim und ich vor einer Islander. Das sind die Flugzeuge, die mit 9 Passagieren auf die Nordseeinseln fliegen. Tims Vater ist ein Inselflieger. Tim geht auf Helgoland in die Schule. Hier gibt es eine Grundschule, aber wenn er später auf das Gynmnasium gehen will, dann muss er auf das Festland ziehen. Manchen Kinder ziehen mit 16 oder 17 alleine auf das Festland, weil es auf Helgoland keine Schule für sie gibt.

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Dieses Bild ist in Helgoland. Ich stehe im großen Hafen. Hinter mir seht ihr ein großes Küstenwachschiff.

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Mitten auf der Straße sitzt diese Möwe und verspeist einen Fisch!

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Wäsche trocknen nach dem großen Regen.

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Hier sehr ihr mich bei der Brotzeit im Zelt. Ich versuche gerade, eine Semmel aufzuschneiden.

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Das ist ein von den großen Felsenklippen auf dem Oberland von Helgoland. In den Felsen sieht man ganz viele Seevögel nisten.

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Und hier seht ihr mich im Zelt schlafen – am frühen Morgen.

5. Tag, 29. Juli

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So sehen die zwei Inseln von Helgoland aus der Luft aus. Dieses Foto haben wir gemacht, nachdem wir wieder abgeflogen sind. Unser Campingplatz war neben der Landeplatz auf der kleinen Insel. Sie heißt nur “Düne” und hier sind nur der Flugplatz und der Campingplatz. Mit der kleinen Fähre kann man auf die Hauptinsel fahren. Wir haben noch einen großen Kreis um Helgoland gemacht, für das Foto, und dann sind wir nach Berlin geflogen.

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Hier seht Ihr unser Flugzeug, die “Delta Mike Victor”, wie sie über Helgoland fliegt. Die verschiedenen Meeresfarben bedeuten: nicht so tiefes Wasser ist hellblau und das tiefe Wasser ist dunkelblau. In der Mitte zwischen den zwei Inseln seht Ihr das Taxiboot und auf der einen Insel seht Ihr die drei Landebahnen des Flugplatzes.

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So sehen Sandbänke in der Nordsee aus. Die Leute, die hier leben, nennen sie einfach “Sände”. Hinten kann man schon das Festland sehen.

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Das ist nach der Landung in Schönhagen bei Berlin. Am Flughafen kann man sich einen Smart ausleihen, mit dem wir nach Berlin fahren wollen. Dieses Mal schlafen wir nicht im Zelt, sondern in einem Zimmer am Flugplatz.

6. Tag, 30. Juli

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Das erste, was wir in Berlin besucht haben, war der “Checkpoint Charlie”. Da war früher ein Wachhäuschen, das jetzt noch immer hier steht. Der Checkpoint war eine Kontrollstelle an der Grenze zwischen den zwei Hälften von Berlin. Heute kann man sich da fotografieren lassen, und dort trifft man Leute aus allen Teilen von der Welt.

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Auf diesem Bild bin ich und ein Bugatti zu sehen, das ist der schnellste und teuerste Sportwagen der Welt mit 1000 PS. Den habe ich in der Friedrichstraße in einem Geschäft von Bugatti gesehen.

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Hier stehe ich auf dem Dach vom Reichstag in Berlin, genau neben der Kuppel.

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Dies ist das Bundeskanzleramt, wo die Frau Merkel arbeitet. Gleich daneben haben wir eine Einfahrt gesehen, die von ein paar Polizisten bewacht wurde.

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Ein Stück weiter ist der neue Bahnhof von Berlin, der ganz modern ist. Dort habe ich ein paar Punks getroffen. Die hatten Haare wie Hahnenkämme in blau und rot. Die haben viel Bier getrunken und saßen vor dem Eingang des Bahnhofs.

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Wir sind in eine kleine Straße eingebogen, und auf einmal stand vor uns dieses große Denkmal, das wie eine zusammengeknüllte Decke mit lauter Hausrat aussieht. Ich habe das schon einmal irgendwo gesehen, aber ich weiß nicht mehr wo!

7. Tag, 31. Juli

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Hier seht ihr den Bahnhof auf dem Alexanderplatz. Die Berliner nennen ihn Alex. Auf dem Alex steht ein großer Brunnen. An dem Brunnen treffen sich viele Menschen aus der ganzen Welt.

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Das ist der Berliner Fernsehturm beim Alexanderplatz. Für dieses Bild habe ich mich ganz flach ins Gras gelegt und habe meinen neuen Fotoapparat ganz schräg nach oben gehalten. Dieser Fernsehturm ist höher als der Olympiaturm und das höchste Gebäude Deutschlands!

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Das ist vom Fernsehturm aus gemacht worden. Das ist der große Brunnen auf dem Alexanderplatz, von dem ich vorher schon erzählt habe.

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Als wir wieder im Hotel am Flugplatz waren, habe ich eine ganz gute Pizza gegessen… die ich aber nicht ganz geschafft habe. Nach dem Essen habe ich im Restaurant Lego gespielt.

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Unsere Reise ist jetzt fast vorbei. Morgen fliegen wir wieder nach München. Das blau-weiße Flugzeug ist unseres. Es steht hier am Flugplatz Schönhagen neben einem Hubschrauber. Morgen Abend bin ich dann wieder in München zuhause bei Mama und Meli! Vielleicht mache ich auf dem Rückflug noch ein paar Fotos!

 

 

 

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About Author

1995-2002 Redakteur und Chefreporter bei fliegermagazin, 2004-2008 Chefredakteur des Airbus-Magazins "Planet Aerospace". Seit 2002 Buchautor und freiberuflicher Luftfahrtjournalist. Privatpilot mit IR Rating.

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