SKY-MAP: Mobile Flugnavigation

 

Mein Piper Warrior ist für eine VFR-Maschine eigentlich hervorragend ausgestattet: IFR-taugliche Satellitennavigation (Garmin GNS430), ein zweiachsiger Autopilot mit Verbindung zum GPS über “GPSS” (GPS Roll Steering), ILS, Marker Beacon-Empfänger, zwei VORs, ADF. Im Prinzip kann man damit alles fliegen – und wenn ein zweiter Höhenmesser und ein DME (Entfernungsmeßgerät) eingebaut wäre, könnte man die “Mike Victor” sogar offiziell für IFR-Flüge zulassen.  

 

skymap am Boden
Sky-Map auf dem ipaq 314: hochauflösende Luftfahrtkarten, Anflugblätter, Checklisten und Logbuch. Sky-Map läuft in unterschiedlichen Software-Versionen auf verschiedenen PNA und PDA.

Trotzdem gibt es Fälle, in denen ich mich bisher ganz klassisch mit der Karte und der Anflugkarte orientieren musste – etwa wenn ich einen der VFR-Pflichtmeldepunkte suchte, über die man Flughäfen mit Kontrollzone anfliegen muss. Ist ja im Prinzip kein Beinbruch und auch eine gute Übung, manchmal aber hätte man es gern etwas komfortabler, etwa wenn die Sicht schlecht ist, man in einer unbekannten Region

Das hervorragende GNS430 jedenfalls  kann man für diesen Zweck vergessen – die VFR Reporting Points sind in der Datenbank nicht enthalten. Wenn man einen solchen mit Hilfe des GNS430 anfliegen will, muss man ihn mühsam mit seinen Koordinaten eingeben. Dazu kommt, dass das GNS430 es nicht zuläßt, dass man sich die Punkte zuhause (aus welcher Quelle auch immer) auf einer Datenkarte speichert und dann vor Abflug in das Navigationssystem lädt. Das ist ein echter Schwachpunkt des ansonsten phantastischen GNS430, und bis heute ist keine Lösung in Sicht. Angeblich – so hat mir ein Avioniker gesagt – gibt es eine Möglichkeit, sich Routen und Wegpunkte über das Jeppesen-Programm “FliteStar” auf eine Garmin Datenkarte zu laden, aber bis heute ist das nur ein Gerücht.

 Was tun? Bereits vor Jahren habe ich mal ein wenig mit der mobilen Lösung “Skymap” herumgespielt, damals auf meinem Pocket PC von Hewlett Packard (HP ipaq 6340). Eigentlich ein schönes Gerät mit Touchscreen, transreflektivem Bildschirm und integriertem Mobiltelefon – aber eben mit einem kleinen PDA-Bildschirm, und vor allem ohne GPS. Ich machte ein paar Versuche mit einem externen kleinen Bluetooth-GPS – mit den bekannten Resultaten: Konfigurationsprobleme, ständig leere Akkus, ein zu langsamer Prozessor. Zuhause auf dem Balkon funktionierte es ganz gut, beim Fliegen war das Gefummel unzumutbar.

Jetzt habe ich neuen Versuch gemacht und mir eines der kleinen Navigationsgeräte fürs Auto gekauft (“PNA”) und es mit der neuesten Version von Skymap, der ICAO-Karte von Deutschland und den Anflugkarten aus der AIP ausgestattet. Es sind inzwischen mehrere solcher Lösungen auf dem Markt, etwa der neue Medion PNA (“Go Pal”), etwa der HP ipaq  “Travel Companion”. Es werden auch größere Geräte angeboten, etwas das “Sky-Map” T5 und T7 (www.flightplanner.de). Ich wollte aber kein großes Navigationsdisplay, sondern ein kompaktes, portables Gerät, das ich auch mal in einer Chartermaschine verwenden kann.

Der ipaq 314 Travel Companion, vor einem Jahr erschienen, ist bereits ein Auslaufmodell und momentan recht günstig über amazon oder ebay zu bekommen. Die Preise schwanken derzeit zwischen 198 und 400 Euro, bei ebay gingen schon leicht gebrauchte Geräte für € 120  weg. Komplettpakte mit installierter SKYMAP-Software und Karten gibt es Anfang März 2009 noch bei den Flugbedarfshändlern, meist kosten sie etwa 699 bis 799 Euro inklusive der Karten.

ipaq 314

 ipaq 314 Travel Companion”: Autonavigation, Musik, Spiele, Videos

 

Ich habe den ipaq 314 gewählt – trotz einiger negativer gegoogelter Kommentare, etwa zu kurzen Akkulaufzeiten. Diese spielen für mich keine Rolle, da ich im Flugzeug prinzipiell kein Geräte mit Akkus oder Batterien benutze. Zur Stromversorgung später mehr.

Ausschlaggebend für meine Wahl des ipaq 314 war das überall gelobte, hochauflösende 800 x 480 Pixel-Display. Außerdem soll die Straßennavigation des Geräts hervorragend sein. Gut, wenn man sich am Zielort mal ein Auto mietet? Man kann den ipaq auch als Fußgänger nutzen, allerdings ist der Akku schnell leer.

Um aus dem “Travel Companion” ein Luftfahrt-GPS zu machen, braucht man folgendes:

1. Die SKYMAP-Software
2. Digitalisierte Luftfahrtkarten (ICAO, Jeppesen GPS VFR, AIP)
3. Eine für Luftfahrtzwecke geeignete Stromversorgung
4. Eine SD-Speicherkarte mit mindestens 2 GB Kapazität (der ipaq unterstützt aber auch “high capacity”-Karten mit 4, 8 oder 16 GB)

Die Installation von Sky-Map auf dem ipaq 314 “Travel Companion”

Am einfachsten und schnellsten ist die Installation wenn man Sky-Map über einen am PC oder Laptop angeschlossenen Kartenleser direkt auf der SD-Karte installiert. Man kann es auch über das Synchronisationsprogramm “ActiveSync” machen, das viele Leute ohnehin für den Datenabgleich ihrer Mobiltelefone auf dem Rechner haben – aber über den Kartenleser geht die Installation sehr viel schneller. Die einzelnen Schritte:

  • Die neueste Version von Sky-Map erwerben und downloaden
  • Datei entzippen und per “Install”-Datei direkt auf der SD-Karte installieren
  • Zusatzdateien im Betriebssystem des ipaq installieren (diese sorgen nach dem Einschalten für das zusätzliche Menü zur Auswahl zwischen Sky-Map und der Original-Software
  • Luftfahrtkarten installieren, am besten direkt von der CD in den Ordner “Maps” von Sky-Map auf der SD-Karte installieren
  • Gerät per Hardwaretaste “resetten”

Hat bei der Installation alles geklappt, so erscheint nach dem Neustart des ipaq ein Auswahlmenü: Mann kann nun zwischen Luftfahrt- und Straßennavigation wählen:

ipaq 314 Skymap

ipaq 314  nach der Installation von Sky-Map: Moving Map, Routen, Anflugkarten, Checklisten, Logbuch. Die Autonavigation bleibt erhalten!

 

Sky-Map

Sky-Map ist sozusagen die ultra-portable Variante des seit Jahren bewährten Flugplanungsprogramms “Flightplanner” der Firma ifos (www.flightplanner.de). Auch Flightplanner läßt sich im Flug auf einem Laptop betreiben, und wenn man an diesen ein GPS (etwa als PCMCIA-Steckkarte oder extern mit Bluetooth) anschließt, ist es sogar ein Moving Map System. So etwas kann man sich gut in einem fliegenden Labor oder für Spezialanwendungen vorstellen. Auf dem rechten Sitz einer Einmot ist der Laptop mit Moving Map etwas, das man genau ein mal ausprobiert. Funktioniert toll, wird aber nie wieder benutzt.

Wenn man Sky-Map für die Streckennavigation einsetzt (ich mache das nicht, dafür habe ich ja das GNS430), so kann man bequem zuhause (oder auf dem Laptop im Hotel!) die nächste Route planen und per USB auf den ipaq übertragen. Die auf dem Bildschirm dargestellte Route kann jederzeit – direkt auf dem Schirm oder im Flight Plan-Menü – modifiziert werden. Außerdem zeichnet Sky-Map den gesamten geflogenen Track auf und speichert ihn zur späteren Auswertung (etwa in Google Earth) in einem eigenen Ordner ab.

Das Kartenmaterial

Die ICAO-Karten von Deutschland und sämtliche Anflugblätter und Infoseiten aus der AIP (nicht mit der gedruckten Fassung identisch!) benötigen nur etwa 256 MB Speicherplatz. Auf einer 2GB-Karte können deshalb noch jede Menge anderer Karten abgespeichert werden: US-Sectional Charts, Europakarten, topographische Karten, VFR-GPS-Karten von Jeppesen oder militärische Flugkarten, wie sie für viele Länder üblich sind. Die Karten werden je nach Bedarf in einem eigenen Menü aktiviert oder deaktiviert und können problemlos von der CD aktualisiert werden.

Zusatzfunktionen

Neben seiner Moving Map-Funktion und den üblichen Funktionen zur Routenplannung (Direct to, Flight Plan) kann Skymap mit jeder Menge sinnvoller Extras und Einstellmöglichkeiten aufwarten. Die wichtigsten:

  • Anflugkarten der deutschen AIP werden automatisch eingeblendet, sobald man sich dem Ziel nähert, dabei “fliegt” das Flugzeugsymbol auf der Platzrunden-Linie
  • Ist keine Route aktiv, kann man die Anflugkarten umliegender Flugplätze direkt auf dem Touchscreen aufrufen – man muss nur auf den Flugplatz tippen
  • Zoomt man weiter in die Anflugkarte hinein, so erscheint die Flugplatzkarte aus der AIP
  • Zusätzliche Seiten aus der AIP zu den Flugplätzen können mit der Funktion “AIP Info” angerufen werden
  • Die kleinen Infopanels mit den aktuellen Flugdaten (Next Waypoint, Bearing, Track, Distance, Ground Speed, Altitude, ETE, ETA, können flexibel an die Bedürfnisse angepaßt werden. Die Fenster können in Anzahl, Größe und Farbe konfiguriert werden
  • Nearest Airports-”Taste” auf dem Touchscreen zeigt die nächstgelegen  5 Flugplätze mit Kurs und Entfernung. Mit einem weiteren Tastendruck lassen sich diese Plätze direkt anfliegen.
  • Höhe über Grund. Ein digitales Höhenmodell sorgt für eine relativ präzise Anzeige der Höhe über Grund – falls gewünscht. Interessant ist die Funktion wenn man so niedrig wie möglich fliegen will, ohne die vorgeschriebene Überlandflughöhe zu unterschreiten
  • Checklistenfunktion. Mit einem Texteditor kann man problemlos eigene Checklisten erstellen und anschließend abspeichern.
  • Sehr praktisch finde ich die Logbuchfunktion von Skymap. Hat man die Flugzeugdaten eingestellt und definiert, ab welcher Speed der Flug als begonnen gewertet wird (das geht über die “Stall Speed”-Einstellung), so registriert Skymap oberhalb dieser Geschwindigkeit den Startplatz und – wenn man wieder gelandet ist und das Flugzeug langsamer als mit der Stall Speed rollt, die Landedaten (Ort und Zeit).
  • “Look ahead”-Funktion im Moving Map-Betrieb: Das Flugzeugsymbol ist in diesem Modus nicht in der Mitte der Karte, sondern zeigt einen größeren Anteil der Karte in Flugrichtung
  • HSI-Modus: Geht es nur darum, auf dem direkten Weg zu einem Waypoint zu kommen, kann man auch die Karte ausblenden und sich einen HSI anzeigen lassen, der auf grafische eindeutige Weise Steuerkurs, QDM und die Ablage vom Kurs darstellt. Man kann den Bildschirm auch teilen: rechts ein kleiner HSI, links ein Ausschnit aus der Karte. Schade ist, dass die Ziffern der Kursrose (zumindest auf dem hoch auflösenden ipaq) zu klein dargestellt werden. Da man auch im HSI-Modus oben im Bildschirm immer noch die “Infopanels” mit Bearing und Track hat, hat man alle notwendigen Informationen.

Zusätzlich hat Skymap Sonderfunktionen, die auf dem ipaq 314 nicht nutzbar sind:

  • Künstlicher Horizont. Selbst wenn man den optionalen Lagesensor (bei Skymap für € 995 erhältlich) hat, kann man ihn an den ipaq mangels aktivem USB-Port nicht anschließen
  • Wetterdaten PC-met. Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes können nicht wie in der Anleitung beschrieben über ein Bluetooth-fähiges Mobiltelefon mit Internet-Zugang auf den ipaq 314 geladen werden, da die Bluetooth-Schnittstelle des ipaq 314 die Datenübertragung nicht unterstützt. (Bluetooth ist nur für den Einsatz als Freisprechanlage gedacht).

Halterung

Anders als in der ersten Fassung dieses Artikels beschrieben, ist die mit dem “Travel Companion” gelieferte Autohalterung mit Saugnapf auch für das Flugzeug geeignet. Die selbstgebaute Halterung aus dem Baumarkt hatte sich, vor allem wegen Vibrationen, nicht bewährt. Mann könnte den leichten ipaq auch, etwa mit Klettband,  direkt am Panel befestigen, aber eventuell ist dann eine  Zusatzantenne notwendig. Diese ist bei ebay ab 12 Euro erhältlich, das Original von HP kostet meistens etwa 35 Euro. Wichtig: Die Antennen muss einen “MMCX”-Anschluß haben, ein normales GPS-Anschlusskabel passt also nicht.

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Die Autohalterung des ipaq funktioniert entgegen meinen Erwartungen auch im Flugzeug gut.

Stromversorgung

Da der 1700 mAh-Akku des ipaq berüchtigt ist für sein kurze Laufzeit (Google: zwischen zwei und drei Stunden sind die Regel), werde ich dem System auf jeden Fall eine externe Stromversorgung gönnen. Man kann den ipaq im Flugzeug auf verschiedene Arten mit Strom versorgen:

  • Akku: Die schlechteste Lösung, weil der Akku des ipaq 314 seine schwächste Komponente ist. Meine Erfahrung ist, dass er kaum zwei Stunden durchhält, und damit ist er für das Flugzeug ungeeignet. Im Akkubetrieb wird es oft so sein, dass das System genau dann aussteigt, wenn man am Zielort die Platzrunde sucht.
  • Zigarettenanzünder: Die Zigarettenanzünderbuchse in meiner Piper ist alt (innen etwas korrodiert) und ausgeleiert, und deshalb setzt die Stromversorgung zeitweise aus. Man kann aber an der grünen LED des Adapters sehen, ob Strom fließt. Optimal ist das nicht.
  • Buchse im Panel (z.B. “XLR”-Stecker). Bei dieser Lösung muss man bedenken, dass der ipaq micht mit 12 (14) Volt funktioniert, sondern mit 5 Volt. Das bedeutet, dass man die Spannung transformieren muss. Das kann man sich vom Avioniker so einbauen lassen – nur gehen an einem solchen Anschluß dann nur 5-Volt-Geräte …etwas unpraktisch und auch zu aufwendig.
  • Ein zusätzliches Akkupack. Mittlerweile gibt es auf dem Markt jede Menge von portablen Zusatzakkus für Kleingeräte. Diese lädt man zuhause auf und steckt sie im Betrieb oder bei Bedarf an das Gerät an. Beachten muss man den USB-Anschluß des ipaq und seine 500 mA-Spezifikation!
  • Solarladegerät. Akkupacks gibt es auch mit der zusätzlichen Möglichkeit der Aufladung über Solarzellen, sogar während des Betriebs. Eine solche Lösung ist “e.Go Professional” (Link!) von der Firma SOLARC. Wenn man das Gerät (Maximalkonfiguration) mit zwei Lithium-Ionen-Akkus ausstattet und zuhause voll auflädt, dann müsste allein diese Kapazität (zusammen mit dem ipaq-Akku!) für mindestens fünf Stunden Flug reichen. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf die beiden Solarzellen des “e.Go” könnte sogar der Solarstrom allein für den Betrieb des ipaq reichen – das Akkupack bliebe dann voll geladen. Ob das so funktioniert will ich demnächst testen. Das e.Go Professional habe ich mir für einen Test besorgt und werde es demnächst hier vorstellen (zunächst aber muss in Bayern die Sonne mal wieder scheinen … was angeblich bald der Fall sein soll)

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e.Go Professional: Solarstrom-Ladegerät und portables Power-Pack in einem. Das e.Go (es gibt auch kompaktere Varianten) lädt Mobiltelefone, MP3-Player, PDAs und andere Kleingeräte. Ob es auch für das Flugzeug geeignet ist, wird der Test zeigen.

Der erste Flug

Auf einem kurzen VFR-Flug von Landshut nach Straubing habe ich das Sky-Map zum ersten Mal im Flug erprobt. Hier die Quintessenz meiner bisherigen Erfahrungen in Stichworten

  • Das Display des ipaq 314 ist auch bei hellem Tageslicht gut erkennbar, und sogar wann die Sonne drauf scheint, sieht man noch etwas. Die neueren Geräte, und vor allem das große Skymap T7 sind hier sicher noch besser
  • Das GPS funktionierte auch ohne Zusatzantenne nahezu fehlerfrei. Einmal setzte es für etwa eine Minute aus und meldete, dass es keinen Empfang habe, war dann aber gleich wieder da. Bis zum Ende des Fluges blieb die Verbindung stabil
  • In Turbulenz ist der kleine Touchscreen kaum noch bedienbar, man hat dann keine Chance, mit dem Finger die richtige Schaltfläche zu erwischen
  • Die Schriften von Sky-Map sind teilweise für den hochauflösenden Bildschirm des ipaq zu klein. Vor allem die Schriften von Checklisten etc. sind nur erkennbar wenn man sich weit nach vorne beugt. Die Schrift der “Infopanel” (Waypoint, Bearing, Track…) oben auf dem Display ist hingegen einwandfrei zu erkennen – diese kann man in Größe und Farbe (und Anzahl der Informationsfelder!) selbst einstellen. so sollte das auch für die Checklistenschriften sein!
  • Sehr gut funktionierte das automatische Logbuch von Sky-Map, alle Start- und Landezeiten waren präzise erfaßt.
  • Sehr angenehm und komfortabel ist das automatische Einblenden der Anflugkarten. Man darf natürlich nicht die Illusion haben, dass man alle Informationen der Anflugkarten wie von Papier ablesen kann, aber man kann mit Hilfe von Sky-Map problemlos sauber den Verlauf der Platzrunde einhalten.
  • Auch sehr gut: Die Auswahl von Waypoints über die Touchscreen-Tastatur. Will man beispielsweise den Pflichtmeldepunkt “Foxtrott 1″ der Münchner Kontrollzone anfliegen, so gibt man “EDDM” ein und sofort erscheint eine Liste mit allen Waypoints, die zu EDDM gehören – und zwar als ergonomisch gut bedienbare Touchscreen-Tasten: “EDDM, EDDM Foxtrott 1, EDDM Foxtrott 2, EDDM Hotel …”. Ein Tastendruck und man hat den direkten Kurs.
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Sky-Map im Flug. Wenn man die Schaltfläche “Hide Menu” betätigt. so verschwinden die Tasten der Untermenüs und der Bildschirm wird optimal genutzt. Um VFR-Pflichtmeldepunkte zu finden und für das präzise Einfliegen in Platzrunden ist Sky-Map die ideale Ergänzung zum Garmin GNS-430. In dieses müsste man jeden VFR Reporting Point von Hand mit seinen Koordinaten eingeben. Das macht man genau ein mal und dann nie wieder!
 
 
 
Tipps und Tricks
  • Da mir die digitalisierten Anflugblätter aus der AIP für den hochaflösenden ipaq-Bildschirm etwa zu pixelig erschienen (sie sind aber dennoch in der Qualität ausreichend gut!), habe ich versuchsweise von der gelieferten Karten-CD die Flightplanner-Version der AIP-Anflugkarten in den entsprechenden “Maps”-Ordner geladen. Jetzt erscheinen die Anflugkarten in gestochen scharfer Form auf dem kleinen Bildschirm, auch wenn das Laden der Karten ein paar Sekunden dauert. Sky-Map empfiehlt die Verwendung der Flightplanner-Karten nicht, da die größere Datenmenge das System eventuell abstürzen lassen kann (z.B. “out of memory”-Fehler)- bei mir aber hat es bis jetzt einwandfrei funktioniert.
  • Wenn Sky-Map im Anflug auf einen Platz die Anflugkarte öffnet, blendet es in der Mitte der Anflugkarte klein die Flugplatzkarte ein. Nach der Landung kann man in diese hineinzoomen und sich orientieren, etwa was Taxiways und Abstellflächen betrifft. Da ich diese Funktion nicht nutze (und mir lieber vom Turm sagen lasse, wo ich hinrollen soll), habe ich den Ordner mit den Flugplatzkarten (“FPK”) mit einem weiteren Buchstaben umbenannt (“FPKx“). So erkennt das System diesen Ordner nicht mehr und lädt die Anflugkarten ohne die Flugplatzkarten. Mann kann die Flugplatzkarten natürlich auch löschen – aber vielleicht braucht man sie ja doch einmal.

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Es gibt Situationen, da ist ein zweites Navigationssystem nicht schlecht! Als ich vor ein paar Tagen unter diesem gefährlich aussehenden “towering cumulus” in einen Regenschauer einflog, erwies sich das SKY-MAP als sehr komfortabel: Die Anzeige liegt genau im Blickfeld und ich konnte bei meinem Versuch, den dicksten Schauern auszuweichen, immer die Kontrollzone des Flughafens im Auge behalten

 

Derzeit benutze ich SKY-MAP vor allem bei Fotoflügen über München. Über München aber liegt der Luftraum “C” der Airports. Darf man im Norden der Stadt nur maximal 3500 Fuß hoch sein, sind es über dem Zentrum 4500 und im Süden sogar 6500 Fuß. Mit Hilfe von SKY-MAP sehe ich auf einen Blick, wo ich mich in Relation zu den verschiedenen Luftraumgrenzen befinde.

Und noch etwas kann SKY-MAP sehr schön. Es zeichnet für jeden Flug nicht nur die Start- und Landezeiten auf, sondern erfaßt den gesamten Track. Diesen kann ich am Abend in den FLIGHTPLANNER laden und zu den Bildern des Tages archivieren. Wenn man den Track des SKY-MAP in den Flightplanner lädt und dort die Funktion “Als Google Earth”-Track abspeichern nutzt, kann man den Track sogar dreidimensional in Google Earth betrachten, was wirklich eindrucksvoll aussieht, vor allem aber sehr hilfreich bei der Auswertung meiner Fotos ist.

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Flugweg (Track) aus SKY-MAP, dargestellt in Google Earth. In Google Earth kann man aus einer Liste außerdem Punkte des Flugs  im 5-Minuten-Abstand aufrufen, samt Speed und Höhe über Grund. (Für volle Ansicht auf das Bild klicken!)

Und so geht’s:

  1. SKY-MAP per USB an den PC anschließen
  2. Flightplanner-Software öffnen (geht nur mit Flightplanner!)
  3. Im Fenster “GPS-Programmierung” den Track auf den PC laden (“Track aus Datei laden”). Dazu muss man per Durchsuchen-Befehl in das SKY-MAP gehen und dort aus dem Ordner “Tracks” den gewünschten Track auswählen. Die Tracks sind dort nach Datum abgelegt
  4. Wenn der Track im Fenster “GPS-Programmierung” erschienen ist, speichert man ihn gleich wieder im gewünschten Ordner ab, oder auf dem Desktop (Symbol “PC zu Diskette”).  Beim Abspeichern darauf achten, dass man unter Dateiformat “Google Earth (.kml) wählt, sonst geht’s nicht.
  5. Anschließend muss man nur noch auf den als “.kml” -Datei gespeicherten Track doppelklicken und schon öffnet sich Google Earth samt dem Track.

 

Update: 4. 8. 2009:

Obwohl ich das Skymap nun bereits einige Zeit benutze, habe ich in der vergangenen Woche zum ersten Mal einen weiten Streckenflug damit gemacht. Fazit: sowohl der Travel Companion als auch die Software selbst haben mich kein einziges Mal im Stich gelassen und waren eine große Hilfe.

Wie ich bereits vermutete, waren es vor allem die Pflichtmeldepunkte der Verkehrsflughäfen, bei deren Anflug mir SKY-MAP zu Hilfe kam. Wie ich das in der Praxis handhabe und das SKY-MAP in den “Workflow” integriere, möchte ich an folgendem Beispiel zeigen, dem Leg von Landshut zum Verkehrsflughafen Nürnberg. Vielleicht interessiert das Leute, die so etwas nicht oft machen. Die Profis mögen verzeihen …

1. Beim Abflug in Landshut gebe ich in mein Garmin GNS 430 zwei Waypoints und den Zielflughafen ein, also etwa die3 Route MIQ-ETSH-EDDN.

2. Nach dem Start, wenn ich die Platzrunde verlassen habe, aktiviere ich den Autopiloten und “GPSS”. Die Maschine fliegt nun bereits im Steigflug auf der richtigen Route.  Da ich sie auch 500 Fuß Steigen ausgetrimmt habe, kann ich bereits die Hände vom Steuer nehmen.

3. Auf Reiseflughöhe angekommen, bringe ich die Maschine in den Horizontalflug, trimme sie aus, stelle die Leistung korrekt ein und leane das Triebwerk.

4. Kurz hinter Ingolstadt höre ich bereits die ATIS von Nürnberg ab und stelle fast, dass die Bahn 28 in Betrieb ist, was für mich, aus Süden kommend, den Einflugpunkt Foxtrott bedeutet. Da Foxtrott im GNS 430 nicht enthalten  ist, tippe ich den Waypoint per Touchscreen  in das SKY-MAP ein. Das ist nur problematisch wenn es sehr bockig wird – dann muss man die Hand am Panel abstützen während man tippt. Anschließend sehe ich sofort die Entfernung zu “Foxtrott”. Trotzdem lasse ich den A/P erst einmal auf Basis des eingebauten GPS weiter in Richtung EDDN fliegen.

5. Kurz vor Nürnberg nehme ich Kontakt mit dem Tower auf. Als er den Einflug über “Foxtrott” bestätigt und auch die “28″, schalte ich den Autopiloten auf  “Heading” um, und drehe am Kurskreisel den am SKY-MAP angezeigten Kurs zu “Foxtrott” ein. Vor dem Einflug in die CTR schalte ich die Höhenhaltung ab und sinke auf die vorgeschriebene Einflughöhe. Dann drücke ich wieder “Altitude Hold”. Als ich dem Meldpunkt erreiche, öffnet sich die VFR-Anflugkarte und zeigt mir präzise den Weg zum Platz an. An unkontrollierten Flugplätzen, sieht man jetzt den Verlauf der Platzrunde und kann sich ohne Stress einfädeln!

6. Als ich nur noch zwei Meilen entfernt bin, steuere ich mit dem Heading Bug am Gyro in den Queranflug. Meistens schalte ich im Anflug auf große Airports den A/P erst hier im Queranflug ab.

So mache ich das nun immer, funktioniert perfekt und es gibt keinerlei Suche nach VFR-Pflichtmeldepunkten mehr, und auch kein Kramen nach Anflugblättern (die aber in Papierform griffbereit in der Tasche liegen!)  

In Schönhagen bei Berlin habe ich das SKY-MAP aus dem Flugzeug genommen, in dem am Flugplatz  gemieteten Smart installiert und bin problemlos in die Stadt gefahren.

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Luftfahrt- und Straßen-Navi in einer kompakten Box: HP Travel Companion im Mietwagen.

POSITIV

  • Kompakte , preisgünstige Lösung für Straße und Luft
  • Ideal für VFR und UL
  • Optimal als Ergänzung zum Bord-GPS
  • Anflugkarten öffnen sich automatisch
  • Zuverlässiges automatisches Logbuch
  • Hochauflösender Bildschirm (HP Travel Companion)
  • Software flexibel nach Bedürfnissen konfigurierbar
  • Halterung und 12-V-Anschluß funktionieren in Auto und Flugzeug

NEGATIV

  • Touchscreen-Tasten von SKY-MAP bei hoher Auflösung ein wenig zu klein
  • Bildschirm des HP wäre perfekt wenn er noch etwas heller wäre
  • Interne Batterie des HP unbrauchbar für das Fliegen

Information: Da der ipaq 314 “Travel Companion” nach weniger als einem Jahr bereits ein Auslaufmodell ist, werde ich im Laufe des Frühjahrs auch seinen Nachfolger von Medion vorstellen. Dieser ist grundsätzlich den ipaq ähnlich, hat aber ein etwas größeres Display – wenn es auch  über eine geringere Auflösung verfügt.

 

Weitere Informationen bei: (Firmenlogo anklicken!):

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An den Rehwiesen 30
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Ansprechpartner:  Dipl.Ing. Rolf Schade
Telefon:  +49 (0)561 65354
Fax:  +49 (0)561 65360
e-mail: info@sky-map.de  

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